Wovon handeln die Bücher „Das Unternehmen Gott“?
Aus polizeilicher Sicht könnte Gott ein die zentrale Weltherrschaft anstrebender Despot sein. Bereits die Bibel allein liefert den dringenden Tatverdacht und außerkanonische Schriften unterstützen die Annahme erheblich. Es scheint zu gelten, dass die Institution „Gott“ aus realen Persönlichkeiten außerirdischer Herkunft besteht, die das menschenimmanente Gottesstreben erfolgreich auf sich umgelenkt haben.
Wovon handeln die Bücher nicht? Beide Bücher haben ausschließlich Gott zum Ziel. Ich behandele nicht das unsägliche religiöse Geplänkel zwischenmenschlicher Art. Ich thematisiere nicht den Klerus und die Kirchen und ich beleuchte nicht den Kampf der Kulturen. Es steht auch kein atheistisches Gedankengut im Raum. Mit meiner Arbeit brüskiere ich prinzipiell nicht die Gläubigen und ich stelle auch nicht die positive Funktion des Betens in Frage. Ganz im Gegenteil!
Was ist der Grundgedanke für die Untersuchung Gottes?
Der Anlass für meine Recherchen ist es eine einfache Wenn-dann-Fiktion, die da lautet:
Wenn nicht Nichts war und wenn man nicht daran glauben mag, dass die wahre Schöpfungskraft unseres Universums sich zu Personen aus Fleisch und Blut materialisiert hatte, um ausschließlich auf unserer Erde eine exklusive Auslese zu treffen, dann könnten es wohl Personen aus Fleisch und Blut gewesen sein.
Einziges Problem: Wer hat die Ausdauer, über tausende von Jahren am Ball zu bleiben? Eine Leistung rein irdischer Art ist eher auszuschließen. Also müsste der Zeitablauf für die göttlichen Akteure im Verhältnis zum irdischen Zeitablauf gestaucht werden. Das geht prinzipiell im Kosmos von einem Bezugssystem zum anderen. Damit wären wir da, wo selbst die Gläubigen Gott ansiedeln: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, also außerirdisch.
Weiter heißt es, dass sein Reich über uns kommen soll. Wenn wir Personen aus Fleisch und Blut an Gottes statt annehmen wollen, dann benötigen sie dafür Raumschiffe und Shuttles. In den biblischen und in den außerkanonischen Schriften finden wir über mehrere Epochen vielfältige konkrete Hinweise für den Einsatz hochtechnologischer Fluggeräte innerhalb und außerhalb der Erdatmosphäre.
Auf welcher fachlichen Grundlage wird Gott untersucht?
Die prä-astronautische Spurenlage in den religiösen Schriften ist nichts Neues. Den Faden haben bereits viele Autoren gesponnen. Aber noch niemand – zumindest weiß ich nicht davon - hat die Fäden aufgenommen und daraus ein ganzheitliches Fangnetz rund um Gott gewoben. Das könnte daran liegen, dass in der Summe aller fachverständiger Gotteskritiker bisher eine Größe fehlte: der staatsschutzpolizeiliche Verstand, denn Gott ist einwandfrei ein klassischer Adressat für diese Fachrichtung.
Warum? Nun, lassen wir uns ganz kurz auf das Gedankengut der Gläubigen ein und sagen: ‚OK, wir nehmen die Handlungen und Verfügungen Gottes für bare Münze.’ Dann erkennen wir bereits im Ansatz, also rein oberflächlich, in den Handlungen Gottes die Politik und die Ideologie eines Kriminellen:
Eines steht fest: Gott und seine Mitarbeiter traten in normaler Männergestalt auf. Er sprach von Angesicht zu Angesicht mit Menschen, er mischte sich in die Länderpolitik ein und er nahm Landbesitznahmen und Länderverteilungen vor. Alles mit der ausdrücklichen Zielrichtung, eine neue Weltordnung unter seiner zentralen Direktive zu schaffen. Allein die Bibel belegt diese Aussagen.
Und nun? Welche Ermittlungsbehörde hat jemals Gottes Erziehungsprogramm untersucht? Niemand. Also habe ich mich mit meinem staatsschutzpolizeilich geprägten Verstand dieser Aufgabe gestellt.
Natürlich gibt es viele Fragen zu klären. Zum Beispiel
Im Laufe der vergangenen einhundert Jahre erbrachte die Naturwissenschaft zunehmend Antworten. Wir müssen uns nicht länger von "Gott" an der Nase herumführen lassen. Ich bin mir sicher, dass viele Menschen des 21. Jahrhunderts so denken, wie ein katholischer Priester in Italien im Jahr 2010. Er interpretierte einschlägige Hinweise in der Bibel als prä-astronautisches Wirken, also als außerirdische Besuche (Quelle: „kath.net Katholische Nachrichten“; vom 19. Juli 2010, http://www.kath.net/detail.php?id=27449 )
Entblößen wir „Gott“ mit seinem eigenen Tatmittel, mit der „vom heiligen Geist“ inspirierten Schrift. Zum Ende beider Bücher werden Sie sich die keineswegs realitätsfremde Frage stellen:
Ist das subtile Gottesprogramm noch aktiv und unterliegt das bis heute anhaltende religionspolitisch begründete Chaos weiterhin einem „göttlichen“ Controlling und einer „göttlichen“ Steuerung?